23.04.2024

Stefan Dost – der mit den Bogen – NDSB-Meister Feldbogen

Stefan Dost einziger OH-Starter bei Feldbogen-Landesmeisterschaft – Das Ziel nach NDSB-Gold heißt nun: DM-Start im Juli in Celle

GÖHL    Im Schießsportzentrum Kellinghusen des Norddeutschen Schützenbundes zeigte der in Oldenburg lebende Stefan Dost vom Schützenverein Göhl wieder einmal sein Können im Bogenschießen. Er hat über Jahre bewiesen: Er kann Compound regelär, den Wettbewerb 3D und Feldbogen. Im Wettbewerb Feldbogen überzeugte der 57-Jährige mit 200 Ringen im Schießen auf unbekannte Entfernungen sowie noch einmal als Treffsicherster mit 188 auf bekannte Distanzen bei zusammen 388 Ringen vor Michael Lehmann von der Brunswiker DG Kiel mit 385 in der Compound Masteraltersklasse (50 bis 65 Jahre) bei allerdings nur vier weiteren Mitstreitern. Der strahlende Landesmeister Dost: „Ich möchte wie schon so oft den Kreisschützenverband Ostholstein und den Norddeutschen Schützenbund bei den Deutschen Meisterschaften vom 22. bis 24. Juli in Celle vertreten“.

Die Goldmedaille im Feldbogenwettbewerb (Masterklasse) macht Stefan Dost zu Recht stolz

Der Elektromeister bei der SH-Netz AG fand über die Vereine Oldenburger SV und den SV Griebel im Jahr 2007 seine sportliche Wirkungsstätte beim Göhler Sportverein. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf den Feldbogen mit seinen unterschiedlichen Bedingungen und oft durch die Landschaft spannenden Wege. Mit dem Compoundbogen auf die feste Distanz 18 Meter 70 schnitt er etwa bei der DM in der Halle 2016 in Bad Segeberg als Vierter ab. Vierter wurde er auch 2017 im Freien auf 70 Meter in Halbergmoos. Edelmetall mit Silber bei der nationalen Meisterschaft im Wettbewerb 3 D 2019 in Delmenhorst machte ihn besonders stolz.

     

  • Die normale Scheibe .                                               Die Feldbogenscheibe kennt nur 1 bis 6

Zusammen mit seiner ebenfalls den Bogensport betreibenden Ehefrau Ute fährt Stefan Dost aber besonders gern zu den Feldbogenwettbewerben. „Das ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Wir verbinden das immer gleich mit einem Kurzurlaub. Nach der Deutschen 2019 in Mittenwald fuhren wir weiter zu den European Master Games nach Turin.“ In Deutschland haben die Eltern von zwei erwachsenen Kindern etwa Schießsportstätten und unterschiedliche Gelände in Trier, Margstatt bei Böblingen, Hohegeiß im Harz oder Wiesbaden gesehen.

„Bevor wir zwei in diesem Jahr nach Celle reisen dürfen, musste ich erst einmal die Landesmeisterschaften in Kellinghusen bestehen“, berichtet Dost von einem spannenden Wettkampf besonders gegen „seine alten Bekannten“ Michael Lehmann von der Brunswiker SG und dem Drittplatzierten Michael Reinhold vom Heikendorfer SV (379). „Wir hatten prächtiges Bogensportwetter, die Kellinghusener sicherten eine vorbildliche Organisation.“ Das sei im Feldbogenwettbewerb alles sehr aufwändig. In der ersten Runde mit unbekannten Zielentfernungen müssen auf zwölf unterschiedlich große Scheiben dreimal sechs Pfeile ins Ziel befördert werden. Die sechs Kreise reichen von Ringzahl eins bis vier im schwarzen Bereich, für Treffer ins Gold gibt es fünf oder sechs Punkte. „Da muss der Schütze von den Pflöcken im Gelände etwa mutig schätzen, wie weit das Ziel zwischen zehn und zwanzig Meter entfernt ist. Danach Anpeilwinkel und Abzugsstärke der Sehne entscheiden. Ich war mit 200 Ringen bei maximal 216 sehr zufrieden, hatte aber lediglich einen Ring mehr als mein befreundeter Mitstreiter Michael Lehmann“, berichtet Dost nach der Halbzeit.

Oft ein befreundeter Mitstreiter: Michael Lehmann von der Brunswiker SG

 

Weiter ging es mit 36 Pfeilen auf bekannte Entfernungen. „Da weiß der Schützen also, dass die Scheibe etwa vom gelben Pflock beispielsweise 30 Meter entfernt ist. Aber auch hier gilt, man muss sich auf jede Scheibe neu einstellen. Und das ist anders als in den üblichen Wettbewerben auf der grünen Wiese oder in der Sporthalle mit feststehenden Entfernungen und Ringzahlen von eins bis zehn.“ Das Ergebnis hier: 188 für Stefan Dost, 186 für Lehmann und 184 für Reinhold. Dennoch war der Gesamtunterschied beim Titelgewinn mit 388:385 Ringen sehr gering. „So etwas macht unter guten alten Bekannten einfach Spaß, ich denke für den DM-Start in Celle sollte das Resultat für uns zwei reichen“, freut sich der Göhler Dost. WBO

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