19.04.2024

Geschafft! SSV Kassau bleibt in 2. Bundesliga Nord Luftgewehr

 

SSV Kassau trotz 2:3-Niederlage weiter in der 2. Luftgewehr-Bundesliga Nord – 0:5-Niederlage von Olympia Börm/Dörpstedt aus SH gegen SV Stuhr brachte die Erlösung – Martin Nesvik Voss mit 391 Ringen Teambester

 

Braunschweig      Am Ende der zweiten Luftgewehrsaison in der 2. Bundesliga Nord sollte es für den SSV Kassau gegen den Vorjahreszweiten SpSch Bremen nicht zum vierten Saisonerfolg reichen. Mit 2:3 ging die Partie auch angesichts der Einzelresultate äußerst knapp verloren. Dennoch genügen nach den sieben Begegnungen 6:8 Teampunkte für Rang fünf der Tabelle, die Relegation bleibt den Ostholsteinern so erspart. Der SV Olympia 72 Börm/Dörpstedt als Zweiter SH-Vertreter muss nach ebenfalls drei Siegen als Sechster dagegen am 20. Februar versuchen, gegen den Absteiger SV Ladekop und die besten Verbandsligisten aus dem Norden Deutschlands doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Trainer Andreas Berthold setzte acht Schützen ein

„Das war ein äußerst spannender Schlusswettkampftag, die Nerven lagen mehrfach blank“, beschreibt die überglückliche Vereinsvorsitzende Anka Venohr die Reise nach Braunschweig. Die Bremer überzeugten gleich in der ersten Paarung durch ein 395:391 des Dänen Niels Overgaard gegen den Nordweger Martin Nesvik Voss von Kassau. Seinen erst dritten Auftritt hatte Markus Dietmayr, am Ende fehlten ihm drei Ringe beim 386:388 gegen Kevin Standhartinger zum Sieg. In allen sechs Runden hatte Tanja Zupke klar über 380 Ringe geschossen, sie machte durch die Schluss-Zehnerserie  96:94 den ersten Punkt mit 384:382 Zählern. Die erst 17 Jahre alte Hannah Ehlers hatte lange Zeit in Führung gelegen, sah aber den Vorsprung während der 40 Schüsse schmelzen. „Eyleen Heuwinkel hat mich mit 99:95 am Ende ganz schön nervös gemacht, ich durfte in den letzten Minuten nicht mehr patzen“, sagte sie nach dem knappen 382:380 erleichtert. Anka Venohr als Vereinsvorsitzende sprach ihr großes Lob aus: „Zuerst sollte unsere Nachwuchsschützin nur vorsorglich mitreisen, ihre sechs Einsätze hat sie mit Bravour absolviert, wir sind stolz.“

Hannah Ehlers – 17 Jahre alt und schon so nervenstark

Tanja Zupke schoss erneut zuverlässig und sicherte durch ihre 384:382 Ringe zwischenzeitlich das Remis auf der Anzeigetafel. Nun richteten sich alle Augen auf die mittlere Paarung.

Wieder einmal erfolgreich: Tanja Zupke gewann mit zwei Ringen einen Punkt

Die 19-jährige Celina Dahm sah nach 30 Schüssen fast ihre Felle davon schwimmen, als auf dem Nachbarbildschirm 99:94 gegen sie angezeigt wurden. „Ich gebe nicht auf, ich will da noch ran“, war meine Vorgabe. „Und fast hätte ich nach meiner besten Serie von 98:92 Guido Flierbaum noch gekriegt. Schade, mit 381:382 Ringen ging das 3:2 an die Bremer“, schildert Dahm die Anspannung. Neben diesen Schützen kamen während der Ligarunde noch Leonie Werner, Robin Jedtberg und Florian Jeger zum Einsatz.

Die Niederlage führte jetzt zur Niedergeschlagenkeit der Kassau, entschied sich doch im anschließenden Wettkampf zwischen Börm/Dörpstedt und Aufsteiger SV Stuhr, wer von den beiden SH-Clubs in die Relegation muss. Trainer Andreas Berthold: „Das Zuschauen war fast schlimmer als unser Wettkampf vorher. Die Computerprognosen nach Zwischenresultaten schwankten zwischen 3:2, 4:1 und sogar 5:0 für Stuhr. Nur bei 0:5 für Börm wären wir gerettet.“ Und so kam es überraschender Weise. Der SV Olympia 72 kam wie Kassau auf 6:8 Punkte, durch die geringeren  Einzelpunkte von 13:22 gegenüber 14:21 geht es aber als Sechster in Richtung Relegation. „Wir drücken die Daumen für unsere Freunde aus dem NDSB“, versprach Trainer Berthold. „Für uns war das richtiges Glück, Relegationen sind immer von der Tagesform abhängig“, sagte der Norweger Martin Nesvik Voss der sich mit Blick auf sein Ziel USA im kommenden Jahr gleichzeitig vom Team verabschiedete. „Es war schön bei Euch, ich habe richtig guten Schießsport über ein Jahr erleben dürfen.“

Martin Nesvik Voss will nach einem Jahr in die USA – schade!

Die Meisterschaft der 2. Liga schnappte sich der starke Aufsteiger SV Bramstedt aus Niedersachsen nach 3:2 über Absteiger KKS Nordstemmen mit 12:2 Punkten. Vizemeister ist mit 10:4 erneut die SB Freiheit II aus Osterode nach dem 4:1 über die Gastgeber Braunschweig II. An der Relegation zur 1. Bundesliga Nord am 30. Januar in Hannover darf allerdings als Dritter der SV Stuhr teilnehmen. Bei Freiheit II machte erneut die Urkassauerin Lina Meier durch 395:387 Ringe von sich reden. Sie hofft sicher mit ihrem Schnitt von 390,8 Zählern nach vier Einsätzen immer noch auf die Chance, vielleicht im Team I eingesetzt zu werden. Die Tageshöchstringzahl 395 von möglichen 400 erreichten nur noch zwei weitere Starter. WB

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