Ahrensbökerin Christel Gülck für SV Großenbrode von DM mit zwei Medaillen zurück

Auflageschützen des Norddeutschen Schützenbundes in Hannover mit zweimal Gold und dreimal Bronze

HANNOVER Die Ausbeute der Sportschützen des Norddeutschen Schützenbundes bei den nationalen Meisterschaften der Auflageschützen ist schon nach dem ersten Wochenende in Hannover besser als im Vorjahr. In Hannover brachten es die Senioren B des SV Büchen in der Disziplin Kleinkalibergewehr 50 Meter mit 884 Ringen zur Goldmedaille, in der Altersklasse C (über 72 Jahre) konnte Wolf-Achim Baranowski für 299 Zähler ganz oben auf das Treppchen klettern und so Einzelgold gewinnen. Auf der dritten Stufe stand für den Schützenverein Großenbrode in der Altersklasse B (ab 66) nach ihrer Vizemeisterschaft in 2014 diesmal sogar zweimal Christel Gülck. Das war aber auch schon die Zwischenbilanz der Schleswig-Holsteiner aus Hannover. Vom 16. bis 18. Oktober treten die Nordlichter in der Disziplin Luftgewehr-Auflage in Dortmund an.

Von „unglaublich spannenden Wettkämpfen“ berichtete die Großenbroder Schießsportleiterin Lore Bausch, selbst Starterin im Wettbewerb KK-Gewehr 50m mit Zielfernrohr. „Mehr als Rang 27 für 276 Ringe lag für mich nicht drin, es ist schon ein Erfolg, unter den 1.700 Startern dabei zu sein.“ Sie litt auch etwas unter der Regelung der vollen Ringzahlwertung: „Sechsmal eine 9,9 sind eben Neunen und keine Zehnen. Ich bin für eine Änderung in Zehntelwertung so wie im Norddeutschen Schützenbund.“ Natürlich war sie damit nicht zufrieden, ebenso wie die in Ahrensbök lebende Christel Gülck, die ihren Rang 26 für 282 Zähler am beim dritten Auftritt des Wochenendes „möglichst schnell vergessen“ möchte. „Es lief alles dumm, als die elektronischen Anlagen ausfielen und viele warten mussten oder auf andere Schießbahnen gebeten wurden, war die Konzentration beeinträchtigt. Und wenn man dann mit vier Neunen anfängt….“

An den beiden Tagen zuvor war allerdings bei Christel Gülck Jubel angesagt. Im Wettkampf KK 50 Meter mit Zielfernrohr rangen die besten 29 Frauen um die drei Medaillen. Mit 98 Ringen nach zehn Schüssen ging es los, der 97 folgte eine Serie von 99, also insgesamt 294 von 300 möglichen. Ehemann Jasper sah auf der Anzeigetafel bereits, dass es wie eigentlich immer eng werden würde, wenn sich die Besten aus Deutschland messen. 295 Ringe brachten Ingrid Kappes aus Hessen den Titel, Christa Ramke aus dem Landesverband Nordwest schnappte sich Silber für ebenfalls 294. Bei Ringgleichheit mit Gülck entschied die vorletzte Zehnerserie (99:97). „Egal, eine Medaille hatte ich so bereits“, sagte die Ostholsteinerin.

Foto von: (WB)
Warten auf reparierte Elektronik: Jan Banditt von Hubertus Kiel, Christel Gülck sowie als Trösterinnen die Ahrensbökerin Karin Buck und die Großenbroder Sportleiterin Lore Bausch (v. l.). Foto: WB

Im zweiten Wettbewerb mit Zielfernrohr auf hundert Meter Distanz hatte Christel Gülck ihre Vizemeisterschaft (298 Ringe) aus 2014 zu verteidigen. „Ich war gut drauf, die Bronzemedaille machte mich sicher. Aber nun wollte ich es erneut wissen“, erinnert die über Jahrzehnte erfolgreiche Sportschützen für den SV Großenbrode ihre Einstellung in Hannover. 99 Ringe brachte die erste Serie, weitere 99 folgten. „Zweimal dicht an der Zehn, schade!“ Gedanken machen sich selbständig. Ein Blick zurück zu den Zuschauerplätzen. Soll eigentlich nicht sein. Diesmal tat es gut, die Aufmunterung von Ehemann Jasper und von Lore Bausch zu sehen – oder eigentlich nur zu spüren. „Weiter geht´s! Volle Konzentration“, dachte ich, erinnert die begeisterte Seniorin. Hundert Zähler folgten, also wieder 298 wie von einem Jahr. Sollte das für einen vorderen Platz reichen? Es sollte! Stramme 300 lieferte nach Silber jetzt auch noch auf die weitere Distanz die neue Meisterin Christa Rampe aus Nordwest unter den 14 „Zielfernrohrdamen“ aus ganz Deutschland ab. 299 hatte Gerlinde Morsch aus dem Saarland auf dem Monitor. „Alles ist gut, die Viertplatzierte hatte wie ich 298 Ringe. Da entschied die letzte Serie mit 100:99 nun mal für mich“, erläutert die Ahrensbökerin auch diesen spannenden Wettstreit.

Neben den erfolgreichen Büchenern mit zwei Titeln und ihren beiden Bronzenen Medaillen, sprang von einmal Rang drei durch Werner Petersen heraus. Der sonst für die Schwartauer Schützengilde in Ostholstein auftretende Senior B, startete diesmal für den SV Hubertus Kiel und schoss 295 Ringe mit KK 50 Meter, ohne Zielhilfe. Für die weiteren sechs Ostholsteiner war nichts zu holen.

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