Zwei Neulinge beim SV Großenbrode stellten sich dem „Schleswig-Holstein-Cup“

Landesjugendleiterin Lore Bausch: „Nachwuchs frühzeitig an Schießsport heran führen“

Ahrensburg „Gerade neue Mitglieder in unserem Verein müssen nicht nur gefördert, sondern auch gefordert werden“, sagte Lore Bausch und schickte den elf Jahre alten Robin Osburg und seine Schwester Lea gleich zum „Schleswig-Holstein-Cup“ des Norddeutschen Schützenbundes nach Ahrensburg. Beide sind erst im September mit den Eltern zum Schützenverein Großenbrode gestoßen, Robin konnte sein Glück kaum fassen, als der mit dem dritten Rang beim Lichtpunktschießen ausgezeichnet wurde. Vor ihm standen zwei Schützen aus Niebüll-Deezbüll.

Die Mädchen und Jungen unter zwölf Jahre zielten aufgrund der Vorgaben des strengen Waffenrechts mit vier Lichtpunktanlagen, die der NDSB für die Nachwuchswerbung angeschafft hat. Robin schloss mit 164 Zählern ab, nur vier Ringe Abstand hatte er zum Zweitbesten. Lea mit ihren 13 Jahren schoss mit dem „richtigen“ Luftgewehr je zwanzig Schüsse stehend und liegend und sammelte erste Erfahren gegen starke Mitbewerber. „Auf das Ergebnis kam es uns nicht an“, sagte Lore Bausch. Ein Wettkampf sei aber einfach eine größere Herausforderung als ein Trainingsabend.

Mit dem Ablauf der motivierenden Veranstaltung zur Förderung des Nachwuchses zeigten sich Landesjugendleiterin Lore Bausch, deren Stellvertreter Markus Lais und Landesjugendsprecher Kevin Schröder zufrieden. „Nur mit Freude und auch Herausforderung können wir unter dem Motto des Deutschen Schützenbundes ´Ziel im Visier – Zukunft Schützenverein` neue Mitglieder und vor allem Jugendliche gewinnen, die sich oft in diesen Altersgruppen schnell anderen Sportarten zuwenden“, ist Lore Bausch überzeugt. Dabei zeige der Schießsport gerade mit seinen Effekten Genauigkeit und Konzentrationsförderung sehr positive Eigenschaften auf, das hätte die rege Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen im Deutschen Schützenbund unter Beweis gestellt. Lore Bausch ist aber auch bekannt für ein klares Wort. „Dieser Schleswig-Holstein-Cup hat einen großen Namen und bietet Chancen für Neulinge in den Vereinen. Da ist bei 420 Vereinen im Lande enttäuschend, dass diesmal lediglich Clubs aus den Kreisen Plön, Stormarn und Nordfriesland ihren Nachwuchs nach Ahrensburg geschickt haben. Aus Ostholstein waren nur unsere beiden Großenbroder am Start.“

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