SchV Wieckenberg forderte Eutiner Nachwuchs heraus

Beide Clubs bereiten sich auf die Deutsche Meisterschaft vor

Eutin – Das war wirklich mehr als nur normales Training vor der Reise nach München zur Deutschen Meisterschaft für die drei Nachwuchsstars der Eutiner Sportschützen. Bei Schießsportwochen hatten die Jugendleiter Sabine Hube und Andreas Berthold den Vorsitzenden des Schützenvereins Wieckenberg bei Celle kennen gelernt, Horst-Dieter Ruschel verband jetzt einen Urlaub seiner Schützlinge in Rettin an der Ostsee mit einem mehrtätigen Intensivtraining auf dem Vogelberg.

Wie die Eutiner Jugendtrainer, so bereitet sich auch Ruschel auf die nationalen Titelkämpfe vor. Während die Eutiner mit Eileen Jedtberg, Dominic Koschitzki und Merlin Stumpe drei Starter auf die Reise schickt, haben die Niedersachsen gleich drei Teams aus dem Nachwuchsbereich dabei. Neben Claire-Luisa Ruschel (14 Jahre) aus der Schülerklasse zeigte die 16-jährige Tina Lehrich in der Jugendklasse gegen die Eutinerin Jedtberg ihr Können. Gleich vier Startplätze hat sie für München ergattert. Kein Wunder, dass Trainer Ruschel auch seine zwölf Jahre alte Tochter Melissa an den Schießsport heran führt. Sie staunte über die vielen sauberen Zehnen, die Maximilian Fischer im Luftgewehr-Dreistellungskampf ablieferte. Aber auch der Eutiner Dominic Koschitzki konnte bei diesem freundschaftlichen Leistungsvergleich gut mithalten. Dreimal hat er Auftritte bei der Deutschen. „Ich trainiere jetzt fast alle zwei Tage und freue mich riesig auf den sportlichen Höhepunkt der Saison“, sagte der Voss-Schüler.

Interessant war der Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Vereinsvertretern. Der Wieckenberger Vereinsboss und Jugendtrainer Host-Dieter Ruschel schilderte die vereinsübergreifenden Kooperationen in Niedersachsen: „Allein kann ein Verein mit seiner Jugend kaum etwas werden. Zusammenarbeit und die Bildung von gemeinsamen Mannschaften sind unerlässlich, wenn man auf Landes- und Bundesebene etwas mitspielen möchte. Jugendliche wollen Erfolge, die gibt es nur durch die Schaffung starker Dreierteams.“ Eutins Trainer Andreas Berthold siehst das ebnso: „Im Erwachsenenbereich zeigen wir derzeit schon auf, wie man Ligarunden gewinnen kann, im Nachwuchsbereichs der Vereine muss aber das Loslassen von Einzelkönnern im Interesse der Mädchen und Jungen leichter erreichbar sein.“ Mit einigen Jugendleitern führe man entsprechende Gespräche, denn nur durch sportliche Erfolge könne erreicht werden, die jungen Menschen an den Schießsport zu binden.

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