Medaillengewinn für Ostholsteiner Auflageschützen

Viele undankbare vierte Plätze
Landesmeisterschaften im Norddeutschen Schützenbund mit hohen Ringzahlen

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Werner Walter, der „alte Fuchs“ beim Schützenverein Malente setzte sich mit dem KK-Gewehr in der Seniorenklasse auf 50 Meter durch. Foto: WB
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Manuela Gohlicke vom Schützenbund gewann den Titel beim Auflageschießen in der Damenklasse mit dem Luftgewehr. Foto: WB

Kellinghusen – Auch in diesem Jahr fielen für einige Teams und Sportschützen aus Ostholstein Landesmeisterschaftsmedaillen in den Wettbewerben der Auflageschützen ab. Wettkampfprogramm war Luftgewehr, Kleinkaliber 50 und 100 Meter sowie Zimmerstutzen. Über drei Wochenenden ermittelte der Norddeutsche Schützenbund die Titelträger in der Zehntelwertung. Nächster Auftritt für einige Starter sind Anfang Oktober die Deutschen Meisterschaften, dann allerdings im DSB-Wettbewerb und mit nur vollen Ringzahlen.

Die elektronische Auswertung der Schüsse mit einer Zehntelgenauigkeit lässt Ringgleichheiten nur selten zu. Leider enden diese Wettbewerbe bereits auf Landesebene. Für viele Sportler aus Ostholstein sind die Titelkämpfe im Leistungszentrum Kellinghusen daher also die Endstation des Sportjahres und der Höhepunkt in Schleswig-Holstein. Besonders gut waren in diesem Jahr die Vertreter des Schützenvereins Malente drauf.

Im Kleinkaliberwettkampf 50 Meter überraschte Werner Walter in der Seniorenklasse durch gute 304,3 Ringe mit dem Titelgewinn. Sein Team mit Bernd Hamdorf und Wolfgang Langenfeld schaffte hinter den starken Kieler Hubertusschützen Silber. Diese drei schrammten mit dem Luftgewehr als Vierte knapp an Edelmetall vorbei, ebenfalls Langenfeld in der Einzelwertung. Bronze gab es für diese Mannschaft aber im KK-Wettstreit auf 100 m Distanz. Bei den Senioren B (ab 66 Jahre) freute sich der Malenter Hans-Jürgen Machalke gleich zweimal. Mit 312,6 Ringen hatte er als Vizemeister nur einen Zähler weniger als der Titelträger abgeliefert, Bronze erreichte er mit 301,5 im KK-Wettbewerb 50 Meter. Reinhard Josteit von der Ahrensböker Gill war unglücklicher Vierter.
Jubel beim Schützenbund Glasau-Sarau: Das bei Meisterschaften seit einigen Jahren erfolgreiche Damenteam schickte Manuela Gohlicke für eindrucksvolle 314,9 Luftgewehrringe auf die Goldstufe und kletterte in der Mannschaftswertung neben Meister Goldener Hahn zusammen mit Ute Domnick und Manuela Tiedtke auf die Silberebene. Die Altersklassemannschaft der Herren erreichte Bronze unter 41 Teams, dabei war der Fünftplatzierte Klaus Müller mit 310,1 Ringen die Stütze. Soviel hatte auch der Drittbeste im Land, neben ihm standen Edgar Dünnfründt und Manuel Zamorano.

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Christel Gülck konnte es wieder einmal nicht lassen: Stolze 312,5 Luftgewehrringe schaffte bei den Seniorinnen B sonst keine Starterin. Foto: WB

Eine der bestimmenden Damen ist schon länger Christel Gülck vom Schützenverein Großenbrode, mit dem Luftgewehr kam bei den Seniorinnen B keine Konkurrentin an ihre 312,5 als Titelgewinnerin heran. Die oft siegverwöhnte Gemeinschaft mit Lore Bausch und Jutta Holst musste hinter Meister Idstedt bei nur 0,8 Rückstand (917,2) mit Rang zwei zufrieden sein. Platz sieben sprang in der Sportwaffengattung KK-Gewehr 50m heraus. Pech hatte in der Einzelwertung Petria Petzold von der Schwartauer SG, für 299,1 Zähler gab es Rang vier. Vierter wurde auch ihr Vereinskamerad Karl-Heinz Petersen mit dem Zimmerstutzen. Britta Fabig gewann mit dem Luftgewehr in der Damenaltersklasse Silber (311,1), die Malenterin Jutta Jürgensen Bronze (309,7). Beim KK 100m-Schießen verfehlte Fabig als Vierte knapp eine Medaille. Auch den Männern von Glasau-Sarau erging es so. Die Sammlung der vierten Plätze verlängerten aus Ostholstein Conny Ried vom SV Malente trotz guter 307,4 Ringe in der Seniorinnenklasse und Christel Gülck für Großenbrode bei den Seniorinnen B (307,9). Undankbare Vierte wurde schließlich auch Petria Petzold von der Schwartauer SG mit KK 50 Meter in der Damenalterklasse. “Das war für die Ostholsteinbilanz in diesem Jahr wirklich Pech, aber die Leistungen insgesamt konnten sich sehen lassen“, kommentierte Kreissportleiter Joachim Schütt die Titelkämpfe auf Landesebene.

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