24.04.2024

SV Malente und Hubertus Kiel starten mit zwei Siegen in Luftgewehr-Verbandsliga

Vier Auflageschützen erreichten Höchstringzahl von 300, vierzehn schossen 299
Schwartauer SG hat es schwer

BAD MALENTE/KIEL Auf den Start der erst 2013 eingeführten Verbandsliga Schleswig-Holstein im Luftgewehr-Auflageschießen waren die acht Mannschaften schon neugierig. Wie würde sich Meister SV Hubertus Kiel, wie würden sich die beiden Aufsteiger Sport- und Freizeitclub Ottendorf aus der Landesliga Nord und die Schwartauer Schützengilde als Meister aus dem Süden schlagen? Die Kieler ließen keinen Zweifel daran, dass sie erneut auf Titelkurs gehen wollen, obwohl auch der Schützenverein Malente als Gastgeber zweimal siegen konnte. Den Ostholsteinern ist klar: Die Hubertusschützen sind nur mit viel Tagesglück zu schlagen. Zur vermutlichen Spitzenbegegnung kommt es aber erst am 21. Februar 2016.

Im Malenter Schützenhaus ging die erste Partie für die Gastgeber mit 7:3 über die Schellhorner Gilde klar aus. Allein Wolfgang Ayszoll musste gegen Claudia Beimel beim 297:297 einen Zähler abgeben. Dafür gab es die erste herzliche Umarmung durch Ayszoll: Vor einem Jahr war dieser Wettkampf mit 300:299 zugunsten des Malenters beim 6:4 der Hingucker. Jutta Jürgensen ließ mit starken 299:289 Klaus-Dieter Bumann keine Chance, jeweils zwei Zähler mehr reichten Brigitte Preuß gegen Dirk Beimel (297:295) und Werner Walter gegen Axel Harder (296:294). Unzufrieden schaute Dirk Preuß an die große Anzeigentafel, mit 290:295 hatte er verloren.

Als Aufsteiger tat sich die Schwartauer SG gegen den Vorjahressechsten SV Revensdorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde schwer. Horst Nehmert verfehlte beim 296:297 knapp einen Punkt, Britta Fabig, sonst immer knapp unter 300 Ringe, litt noch an Unfallfolgen. Wie sie kam auch Eberhard Oellrich auf „nur“ 290 Zähler. Für einen Erfolg mit 295:290 beim 2:8 sorgte jedenfalls Eva Kalkenings. Fünfter Starter war Jörn Depelmann, der nach seinem Einsatz in der Bezirksliga hätte gar nicht da sein dürfen. .

Nachmittags zeigte die Schellhorner Gilde aus dem Kreisschützenverband Plön mit 8:2 über Revensdorf auf allen fünf Plätzen bessere Schießsportleistungen. Besonders freuten sich Claudia und Dirk Beimel über 298 und 299 Ringen, gut auch Marina Harder mit 298..

Foto von: (WB)
Horst Nehmert fehlte am Ende beim 296:297 ein magerer Ring gegen Jutta Jürgensen. Foto: WB

Aufsteiger Schwartau gegen Vizemeister Malente, das hatte es trotz des 9:1 für die Gremsmühlener fast in sich, wie die teilweise knappen Resultate zeigen. Jutta Jürgensen musste volle Konzentration bis zum 30. Schuss gegen Horst Nehmert bei 296:295 speichern. Die zweite freundschaftliche Umarmung einer Konkurrentin ließ Wolfgang Ayszoll gegenüber Eva Kalkenings folgen, beide sahen erleichtet 297 Ringe auf ihren Bildschirmen. Der Malenter Dirk Preuß verfolgte angespannt die letzten Schüsse von Eberhard Oellrich zum 294:294, da wusste er noch nicht, dass dies Remis wegen der Falschaufstellung (Depelmann-Start) nicht gewertet wurde. Freudig nahm Brigitte Preuß ihren Erfolg mit 299:291 gegen Depelmann zur Kenntnis, mit viel Erfahrung sorgte Werner Walter für ein 296:291 gegen Fabig.

In Kiel schlug der SV Hubertus sicher den SV Roland Bad Bramstedt 7:3 und danach die SG Stuvenborn aus dem Kreis Segeberg 10:0. Glatte 300 Ringe lieferte Peter Weinreich ab, die früheren Schwartauer Werner Petersen und Wolfgang Siebuhr standen ihm mit 299 kaum noch. Das konnten aber auch Gerd Wörpel und Gerhard Flechsig. Daran wird die Favoritenstellung der Kieler deutlich. Der Sport- und Freizeitclub Ottendorf aus dem Kieler Umland zeigte als zweiter Aufsteiger nach dem 2:8 gegen Stuvenborn mit drei Spitzenleistungen von 299/298/298 Ringen beim 6:4 über die Rolandschützen durchaus Qualitäten, mit ihm ist noch zu rechnen.
Weiter geht die Runde am 13. Dezember in Kiel mit Malente gegen Ottendorf und in Bad Schwartau, wo die Gastgeber auf Schellhorn treffen.

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