29.02.2024

Haffkruger Ulrich Schütt macht sich zum 60. selbst ein Geschenk

Im August schießt „Ulli“ seinen hundertsten Wettbewerb in München

HAFFKRUG Ob es bundesweit noch einmal eine so kontinuierliche sportliche Leistung im Schießsport gibt, hat der in Haffkrug lebende Ulrich Schütt nicht ermittelt. Er selbst führt aber genau über seinen Werdegang Buch und weiß: 100 Starts hat er in diesem August bei deutschen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes voll. Und das passend zu seinem 60. Geburtstag, den er heute feiert.

„Zum Sportschießen kam ich 1972 durch den Polizeifünfkampf, der das Duellschießen neben dem Schwimmen, Weitsprung, Kugelstoßen und 300 Meter Geländelauf umfasst“, erinnert der Erste Polizeihauptkommissar, der auf Hubertushöh Sachbereichsleiter für Waffen- und Gerätewesen ist. „Es war die Faszination der Übereinstimmung von Geist, Körper und Waffe. Klar, dass ich den Schießsport danach wählte und ihm treu geblieben bin.“ Schütt schoss in der Folgezeit mit der Luftpistole auf zehn Metern Distanz, mit der Sport- und Schnellfeuerpistole auf 25 Meter und vor allem erfolgreich auch mit der Freien Pistole. „Das ist bei 50 Metern eine besonders schwierige Disziplin“, erläutert er.

Seit 1977 ist er verheiratet, hat mit Ehefrau Anne zwei Kinder. Sie würde gern mehr als bisher mit ihm auf Reisen durch Deutschland oder nach Spanien gehen oder Musicals besuchen. Die zahlreichen Starts für den PSV Eutin und die Eutiner Sportschützen engten diese Wünsche ein. Insgesamt 41-mal gewann Ulrich Schütt bei Landesmeisterschaften Einzeltitel seit 1978, 57 Teamgoldbelege hat er in seinem Arbeitszimmer. Stolz ist der Mann, der nach Tennis und Fußball seit 2006 auch noch das Golfen als Hobby entdeckt hat, besonders auf zurückliegende Erfolge. „In der so genannten alten Bundesliga war ich 1992 Einzelsieger in der Gruppe Nord und fünfmal Gewinner des bis 1989 ausgeschossenen Wettbewerbs „Goldener Colt“. Alles klappte aber nicht: Mit den Eutiner Sportschützen ist er in der Fünfermannschaft immer als Meister oder Vizemeister von Schleswig-Holstein dabei, den Sprung in die 2. Bundesliga zu versuchen. Immer ging das knapp oder deutlich daneben. „So ist nicht ausgeschlossen, dass ich nach den nationalen Meisterschaften im August in München noch einmal einen Versuch auf anderer Ebene versuche“, deutet Schütt seine Gedanken an.

Zunächst aber möchte er als einer der wenigen Medaillengewinner des Norddeutschen Schützenbundes aus dem Vorjahr versuchen, gegen die Besten des Landes wieder gut auszusehen. Am 28. August geht er für die Eutiner Sportschützen um 13.30 Uhr mit der Luftpistole ins Rennen, schon um 16.30 Uhr folgt der Start für den PSV mit der Freien Pistole. Leicht wird es auch da nicht, denn inzwischen sind die nationalen Spitzenschützen mit Pistole auch in diesem Alter. Das alles jetzt übrigens in der Seniorenklasse. „Ja, so ist das nun mal, wenn man älter wird“, fügt „Ulli“ Schütt schmunzelnd hinzu.

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