01.03.2024

Birte Ihms gewinnt Weltmeisterschafts-Bronze in der Schweiz

Armbrustschützin des SV Malente verbuchte ihren bislang größten sportlichen Erfolg

Wyhl/Schweiz – Dieser Aufritt von Birte Ihms kommt einer kleinen sportlichen Sensation für den Deutschen Schützenbund gleich: Die 27-jährige Aschebergerin, die erfolgreich für den Schützenverein Malente auch die Sportwaffengattung Armbrust betreibt, wurde die Stütze für das Damenteam der Nation. Durch ihre hervorragende Einzelleistung von 388 Ringen sorgte sie in der Schweiz wesentlich dafür, dass zusammen mit Diana Eyb aus Münsingen (385) und Tatjana Deißer (384) aus Geretsried die Bronzemedaille gewonnen werden konnte.

Die Teamerfolg ging an Österreich für 1168 Ringe vor der Schweiz mit 1161. Nur um vier Zähler geschlagen landeten die deutschen Frauen mit 1157 auf Rang drei, zehn Ringe vor Frankreich. „Ich bin überglücklich! Das war aber auch eine nervenzehrende Veranstaltung“, entfuhr es der stets bescheiden auftretenden jungen Dame aus Ascheberg nach den vielen Glückwünschen der Fans aus dem Deutschen Schützenbund-Block. Allen voran ihr Malenter Trainer Ingolf Falkenberg: „Birte hat ihre Leistung der letzten Monate auch hier in der Schweiz mit 388 Ringen nach 40 Schüssen gebracht. Damit war die Fünfte und erreichte das Finale der besten acht Starterinnen für die Einzelwertung.“ Schon das war ein kaum erwarteter Erfolg. Unter großer Anspannung und vor interessiertem Publikum lieferte Ihms starke 98 Zähler neben zwei weiteren Starterinnen als Bestresultat ab. Damit schaffte sie zusammen mit der Französin Christine Chuard 486 Ringe und endet als Sechster unter den Besten dieser Weltmeisterschaft. Ebenfalls im Endkampf war Diana Eyb, mit 482 Achte. Tatjana Deißer schnitt nach dem Vorkampf mit 384 als Neunte ab.

Mit Blick auf die sich jetzt anschließenden Deutschen Meisterschaften in München ließ die Bronzemedaillengewinnerin ihren Gefühlen freien Lauf: „Egal, was dort auf mich zukommt. Ich habe hier das Ziel erreicht, für mich und das Team alles zu geben. Gleichwohl bin ich gespannt auf den Wettstreit gegen die besten Frauen Deutschlands, die hier nicht mit dabei waren. Das wird eine weitere wichtige Prüfung für mich.“

Für Erfahrungen der jungen Frau hat auch kontinuierlich Landesarmbrustreferent Werner Walter gesorgt. „Ich freue mich für Birte und vor allem den Norddeutschen Schützenbund riesig. Seit einigen Jahren werbe ich Mittel für internationale Teilnahmen der Armbrustschützen aller Altersklassen ein. Länderkampfstarts waren sicher wichtig für das Erreichen von Routine beim Wettstreit gegen Spitzenkönnerinnen. Auch finde ich jetzt Befriedigung für meine Bemühungen, Birte nach dem Wechsel vom SC Kalübbe zum Schützenverein Malente gerade neben Luftgewehr auch für dies nicht leicht zu schießende Sportgerät zu gewinnen. Sie wird weiter ihren Weg machen.“

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