13.07.2024

Sportschützen der Nation ermitteln Meister in München

Ostholsteiner Ulrich Schütt muss gleich fünfmal sein Können beweisen

Ostholstein/München – Unter den mehreren tausenden Sportschützen zur Ermittlung der Meister des Deutschen Schützenbundes sind auch einige Ostholsteiner. Vom 31. August bis 11. September schicken fünf Vereine 21 Sportler mit insgesamt 36 Starts ins Rennen. Die Erwartungen auf Edelmetall halten sich aber nach Einschätzung von Kreissportler Joachim Schütt in Grenzen. Aber schon die Qualifikation und der Auftritt auf der modernisierten Olympiaanlage 1972 in München-Hochbrück sind immer wieder ein Erlebnis.

Für Jens Path vom SSV Kassau, der in diesem Jahr erstmalig zur Altersklasse (ab 46 Jahren) gehört, sind die Starts dort bereits Routine: „Seit meiner Jugend habe ich immer die Qualifikationsnormen geschafft. Ich bin mal gespannt, wie die Leistungsdichte oberhalb der Schützenklasse ist“, sagt er lächelnd bei seinen letzten Trainingseinheiten. Armbrust, Kleinkaliber 3×20 Schuss und Luftgewehr bieten ihm drei Auftritte. Bernd Klepper schießt KK liegend und Luftgewehr. Von deren Leistungen profitiert Rüdiger Witt, der als Dritter des LG-Teams seinen ersten Start bei einer Deutschen in seinem sportlichen Leben erhält. „Ich bin einfach stolz, einmal neben den Besten aus Deutschland dort stehen zu dürfen“, sagt er vergnügt. Gespannt sind die Kassauer auf die junge Jill-Bastienne Flor, sie verblüffte als Landesmeisterin bei den Schülern mit 524 Sportpistolenringen. Weitere der sechs Starter sind die Nachwuchsschützen Lina und Henrik Meier.

Zweiter Verein ist der Schützenbund Glasau-Sarau, aus der Schülerklasse hat sich Finn Larsen mit dem Luftgewehr qualifiziert.

Für den PSV Eutin sind Friedrich Pietsch und Ulrich Schütt dabei. Beide mit der Sportpistole, Schütt weiter gleich zweimal mit der Freien Pistole (Altersklasse und in der Olympische Klasse). Dazu noch mit der Standardpistole und beim fünften Auftritt für die Eutiner Sportschützen als Luftpistolenmann.

Vier Personen vertreten die Eutiner Sportschützen mit sieben Chancen. Neben „Ulli“ Schütt kommen aus dem Nachwuchsbereich der 15-jährige Doppeleinzellandesmeister Dominic Koschitzki (dreimal) die dreifache Goldgewinnerin Aileen Jedtberg (zweimal) sowie in der Dreiermannschaft KK 3×20 Schuss Merlin Stumpe. Jedtberg mit ihren 15 Jahren stand mit Koschitzki in Schleswig-Holstein übrigens noch viermal im Titelsiegerteam Luftgewehr, LG-Dreistellung, KK 3×20 und KK liegend.

Die größte OH-Abordnung stellt der Schützenverein Malente mit neun Mitgliedern, die 13 Starts haben. Da ist zunächst die Armbrustmannschaft mit Birte Ihms, Tim Gruthoff und Marco Falkenhagen. Als Juniorin ist Jo-Isabelle Flor dabei, Christian Hirsch und Werner Walter in ihren Altersklassen ebenfalls. Walter hat weitere Auftritte bei KK 3×20 Schuss und KK 100 Meter. Die vierte Fahrkarte ergatterte er für die Lübecker Sportschützen (Armbrust 30 m). Im KK-Dreistellungskampf der Senioren reist Wolfgang Langenfeld an.

Stolz kann der Scharbeutzer Nachwuchssportler Niklas Woisin in Dress der Malenter sein. Trainer Ingolf Falkenberg dankt dem Scharbeutzer Verein für die Zusammenarbeit. „Mit KK liegend und 3×20 sowie Armbrust hat Niklas seine Qualitäten bewiesen.“

Foto von: (WB)
Kann das Pistolentalent Jill-Bastienne Flor vom SSV Kassau ihre guten Leistungen der Landesmeisterschaften wiederholen? Foto: WBO

„Die Gesamtbilanz für den OH-Verband kann sich sehen lassen, zum Vorjahr haben wir vier Personen mehr in München und sogar 13 weitere Starts“, merkt Sportleiter Joachim Schütt an. Und wer kann denn für den Norddeutschen denn überhaupt Edelmetall gewinnen? „Ich denke da an die Seniorenmannschaft des SV Hubertus Kiel mit Vorjahresmeister Klaus Mohr, Jan Banditt und Helmut Probst im KK-Liegendwettbewerb. Chancen haben auch die Tonscheibenschützinnen Sonja und Heidi Scheibl vom SV Iztstedt. Und dann sind da ja noch die Damen des Schützenvereins Hamwarde aus dem Lauenburgischen. Über Jahre haben die Altersklassendamen bewiesen, dass sie für Gold, Silber und Bronze gut sind. Irgendwas fällt für die Nordlichter doch immer ab.“

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