01.03.2024

LM Gewehr – Pistole

Ostholsteins Sportschützen auch zum Schluss der Landesmeisterschaften vorn

Kellinghusen – Nach etlichen Wochenenden gingen die kaum mehr zu überblickenden Schießsportwettbewerbe der Landesmeisterschaften in Schleswig-Holstein zu Ende. Dabei schnappten sich viele Ostholsteiner weitere Medaillen und hoffen jetzt vor allem auch auf die Berechtigung, bei der Deutschen Meisterschaft in München antreten zu dürfen. Inwieweit ein Griff allerdings dort nach Edelmetall wahrscheinlich erscheint, ist mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Kreissportleiter Joachim Schütt: „Wir peilen zunächst eine möglichst hohe Starterzahl an, gegen die Besten aus ganz Deutschland ist kaum zu gewinnen.“

Aus der kaum mehr zu übersehenden Fülle der Disziplinen einige Höhepunkte: Für die Eutiner Sportschützen gewann Aileen Jedtberg mit starken 540 Ringen den Wettbewerb KK 3×20 Schuss, das war ihr dritter Einzeltitel. Dominic Koschitzki schoss in der Jugendklasse sogar 550 Zähler und gewann nach zweimal Gold sein zweites Silber. Klar, dass diese Mannschaft mit Merlin Stumpe nicht zu schlagen war. Platz zwei belegte in der Altersklasse die Eutiner Mannschaft mit dem Vizemeister der Senioren, Ulrich Schütt, Andreas Berthold und Friedrich Pietsch. Bronze brachte bei den Damen Katrin Knaipp mit.

Der SSV Kassau setzte seine Medaillensammlung mit dem überraschenden Sportpistolensieg der Herren Andreas Klauck, Stephan Dohm und Levent Lorenz fort. Imponierend auch die Luftgewehrmannschaft der Altersklasse mit Landesmeister Jens Path (386), Vizemeister Bernd Klepper (381) sowie Rüdiger Witt. Silber gewann bei den Altersdamen Karin Schröder und deren Team Heike Henningsen und Heike Priebe. Platz zwei ging auch an die KK-Liegendmannschaft, wobei Bernd Klepper ganz oben auf dem Treppchen mit Jens Path und Gerd Albrecht stand. Jens Path strahlte am Schlusstag, hatte er doch auch noch die Goldmedaillen in den KK-Wettbewerben 3×20, 3×40 Schuss und KK 100 Meter in seiner Sammlung. Jeweils Bronze im Nachwuchsbereich sicherten sich Kristina und Sönke Witt.

Foto von: (WB)
Sie hat ihre Fahrkarte nach München sicher. Mit 542 Sportpistolenringen verblüffte die 16-jährige Jill-Bastienne Flor. Foto: WB

Viel zu jubeln gab es auch beim Schützenverein Malente. Der dreifache Einzel-Landesmeister Werner Walter (LG Senioren, KK 100m und 3×20 Schuss) legte den Grundstock zusammen mit dem zweifachen Vizemeister Wolfgang Langenfeld und Bernd Hamdorf beim Erfolg des Dreierteams. Langenfeld zeigte sein Können durch drei Silbermedaillen. Hans-Jürgen Machalke als Mitglied der Seniorenklasse brachten gute 581 Liegendringe Bronze, dabei stand er mit Langenfeld und Walter im Team.
Ein eindrucksvolles Resultat von 298 Ringen schaffte der Ahrensböker Wolfgang Siebuhr für die Schwartauer SG in der relativ neuen Disziplin KK-Zielfernrohr auf hundert Meter. Die gute Nachwuchsarbeit des Schützenbundes Glasau-Sarau wurde nach dem Erfolg der Schülermannschaft mit der Luftpistole durch die drei Junioren A Tobias Gohlicke, Jan Wroblewski und Jan Müller mit dem Titelgewinn fortgesetzt. In der Einzelwertung ging der Sieg für 353 mit Abstand an Vannik Voigts vom Schützenverein Scharbeutz. Sein zweites Gold erreichte er mit 524 Sportpistolen-Ringen. Aufmerksamkeit erregte in dieser für junge Mädchen schwierigen Waffengattung Jill-Bastienne Flor vom SSV Kassau. Mit ihren 542 Zählern hat sie die Fahrkarte nach München sicher.
Am Schlusswochenende griffen die Pistolenschützen des PSV noch ordentlich auf den Gabentisch. Am PC Rendsburg kamen die beiden Sport- und Standardpistolenteams als Zweite zwar nicht vorbei, Friedrich Pietsch gewann aber den Spopi-Titel mit 563:561 vor Ulrich Schütt. Schütt selbst glänzte als Bester mit der Freien Pistole bei 537 Ringen und wurde Zweiter mit der Standardpistole. Über Silber freute sich auch Oliver Strugies (Freie Pistole). Schließlich fuhr für die Ratekauer Sportschützen Christian Langbehn nach Silber mit der Zentralfeuerpistole jetzt auch noch Bronze mit der Luftpistole in der Altersklasse ein. Jetzt heißt es warten und auf nicht zu hohe Quali-Normen hoffen.

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