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Deutsche Meisterschaft der Flintenschützen

mab 28.07.2018

Ein Traum erfüllt sich mit 50 Jahren: Anastasia Ursula Stucky, sportliche Flintenschützin von der Insel Fehmarn, qualifiziert – DM der Sportschützen Gewehr und Pistole ab 24. August in München

Foto von: M. Boller
Erstmalig in ihrem schießsportlichen Leben darf Anastasia Ursula Stucky von den Sportschützen Nicolai Petersdorf bei der Deutschen Meisterschaft in München starten. Foto: mab
Fehmarn/München     Es ist schon etwas Besonderes, wenn man die Qualifikationsnormen zu den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München vom 23. August bis 3. September geschafft hat und die Einladungskarte erhält. Für die 50-jährige Anastasia Ursula Stucky von den Sportschützen Nicolai Petersdorf ist das trotz Gewinn des Landemeistertitels im Flintenwettbewerb Trap „eine echte Überraschung“, war sie doch mit ihren 40 aus der Luft geholten Tonscheiben überhaupt nicht zufrieden. „Das Limit für die zwölf zugelassenen Schützinnen der Damenklasse III im Alter von 51 bis 60 Jahren lag bei 36. Also fahre ich auch hin“, sagt sie.

„Einen Medaillenplatz rechne ich mir nicht aus, aber ich sehe den olympischen Gedanken und will mich einfach einmal gegen die Besten des Deutschen Schützenbundes stellen.“ Ihr Mann René wird sie begleiten, er sorgt in den letzten Wochen vor der Reise nach München auch für die moralische Unterstützung, schließlich betreibt er ihren Schießsport ebenfalls. Anastasia Stucky erinnert sich: „Ich habe mit dem Tonscheibenschießen 1996 in Niedersachsen angefangen. Erst bei der Reservistengemeinschaft Hameln, ab 2000 intensiver im Schützenverein Hattendorf im Landkreis Schaumburg“. Bis 2015 holte sie bei Landesmeisterschaften in Niedersachen mehrfach Medaillen aus Gold und Silber. Nach dem Umzug auf die Insel Fehmarn ging es sportlich beim SV Nicolai Petersdorf weiter. Im Norddeutschen Schützenbund wurde sie im Trap-Wettbewerb 2016 Dritte, war danach zweimal Landesmeisterin. „Ich muss aber etwas schmunzeln, denn in den Jahren 2017 und jetzt kürzlich hatte ich in meiner Altersklasse leider keine Konkurrentinnen. Schon deshalb reizt mich der Start bei der DM.“ Anerkennung zollten ihr die Mitstreiter bei den Kreismeisterschaften in Sibbersdorf, immerhin kann Stucky nur mit einem Auge sehen, um Lauf der Flinte und Flugbahn der Scheibe in Übereinstimmung zu bringen. Dazu muss die schnelle Reaktion am Abzug kommen.

Der Norddeutsche Schützenbund kann mit über 160 Starts durch hundert Sportschützen des Landes auf der modernisierten Olympiaanlage in München für die Gewehr- und Pistolenschützen zufrieden sein. Diesmal soll mehr als nur einmal Teambronze der Rendsburger Flintenschützen herausspringen.

Mit 28 Sportschützen und 50 Starts stellt der Kreisschützenverband Ostholstein die größte Abordnung. Darunter allein 16 Schützen des SSV Kassau mit 36 Plätzen. Fünf Mitglieder schickt der SV Malente in die bayrische Landeshauptstadt. Je drei Auftritte haben die Eutiner Sportschützen und der SV Scharbeutz, je einmal dabei sind der SB Glasau-Sarau und der PSV Eutin. Die zweitgrößte Abordnung auf Landesebene stellt der Pistolenklub Rendsburg mit 22, gefolgt von den Lübecker Sportschützen mit 19 Auftritten. Besonders aufmerksam wird der NDSB die Flintenschützen beobachten, die vor Jahren die für den Norden meist wenigen Medaillen gewinnen konnten. 15 Chancen haben die Mitglieder des Berliner Sportclubs aus dem Kreis Segeberg. Flintenschützen schicken ferner der Itzstedter SV, der JSC Ratzeburg, der Wurfscheiben-Club Rendsburg und eben mit Anastasia Ursula Stucks auch die Sportschützen Nicolai Petersdorf von der Insel Fehmarn.

Die letzten Wochen vor der Abreise nutzt sie zur Vorbereitung auf unterschiedlichen Schießständen. Dann wird es ernst im Wettbewerb Trap. Die zwölf Damen werden in „zwei Rotten“ auf den 15 Mester vor den Abschussgeräten jeweils wechselnde Plätze einnehmen. Sie dürfen in dieser Disziplin den Schaft der Flinte an die Wange nehmen bevor sie etwa mit dem Ruf „Ho“ die Wurfmaschinen auslösen. Von dort flitzen die 11 Zentimeter kleinen Tonscheiben dann links oder rechts oder geradeaus in die Luft. Zwei Schrotladungen können gezündet werden, um die Flugobjekte zu Staub zu machen. „Ich bin mir sicher, diesmal werden es mehr als 40 sein“, ist Anastasia Ursula Stucky nach den letzten Tests zuversichtlich.

Manuela Boller

27.01.2020 21:07

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