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Rekord für die Deutsche Sportschützenmeisterschaft: 51 Starts für Ostholsteiner

(WB) 25.07.2018

Allein 16 Kassauer haben 36 Chancen in München

Foto von: Wilhelm Boller
Bringt Vereinszusammenarbeit einen vorderen Platz? Von links Lisa Raumer, Lina Meier und Tanja Zupke. Foto: WBO
Foto von: Wilhelm Boller
Gleich drei Mannschaftsstarts haben die Kassauerinnen Celina Sophie Dahm, Natalie Sevke und Ann-Kathrin Singpiel (v. l.). Foto: WBO
OSTHOLSTEIN/MÜNCHEN     Endlich liegen die Qualifikationsnormen des Deutschen Schützenbundes für die nationalen Meisterschaften vom 24. August bis 2. September im Gewehr- und Pistolenschießen auf der modernisierten Olympiaanlage in München fest. Für 28 Sportschützen aus dem Kreisschützenverband Ostholstein erfüllt sich damit der Traum vom sportlichen Höhepunkt der Saison. Mit 51 Starts unterstreichen die OH-Sportschützen ihre Vormachtstellung im Norddeutschen Schützenbund, ihr Anteil ist unter den 160 Jugendlichen, Frauen und Männer am größten. Allein der SSV Kassau ist mit 16 Mitglieder und zusammen 36 Auftritten dabei, zwei Schützen schießen noch viermal für andere Vereine. Die zweitgrößte Menge an Starts hat der PC Rendsburg mit 22, gefolgt von den Lübecker Sportschützen mit 19. Gut dabei ist aus dem Kreis Segeberg der Berliner Sportclub, der mit 15 durchaus wie in Vorjahren wieder für Überraschungen sorgen kann.
„Die Erwartungen wurden nach den Landesmeisterschaften noch übertroffen. Neben den vier Erwachsenen begleiten wir 12 Jugendliche nach München. Von den elf qualifizierten Gewehr-Mannschaften aus Schleswig-Holstein stellen wir allein sieben. Das hat der Verein noch nie erlebt“, sagt stolz Uwe Weede, zweiter Jugendleiter des Vereins.

Aber auch Kreissportleiter Joachim Schütt ist begeistert: „Sechs weitere Vereine sind bei den Deutschen Meisterschaften, die Teilnehmerzahl von 2017 ist von 22 auf 28 gestiegen.“ Chancen auf Medaillenplätze sieht er allerdings wenig. Der NDSB hat im vergangenen Jahr nur drei vierte Ränge geschafft, in den Vorjahren habe man aber immer wieder Überraschungen erleben dürften. Darauf hoffen auch die Kassauer um den zweiten Vorsitzenden Stephan Dohm, der sich selbst drei Fahrkarten gesichert hat. „Celina Dahm und Natalie Sevke sind viermal dabei, dreimal die weiteren Nachwuchsschützen Tanja Zupke, Ann-Kathrin Singpiel, Paul Venohr und Robin Jedtberg. Andre Weede, Kimberley Lau und Hannes Dohm, sowie aus dem Erwachsenenbereich Andreas Berthold dürfen zweimal ran. Einen Auftritt haben Leonie Werner, Lisa Raumer, die Seniorin Karin Schröder (über 61) und Bernd Klepper bei den Herren III (51 – 60). Raumer schießt zusammen mit Lina Meier aber auch für zwei weiter Klubs.

„Eine besondere Belastung kommt auf die Jugendklassenmannschaft Sevke, Dahm und Singpiel zu, sie haben sich mit Luftgewehr-Dreistellung, Kleinkaliber 3x20 und KK-liegend qualifiziert“, sagt Uwe Weede. Die Juniorin Lina Meier schießt zweimal für Kassau, einmal für den SV Roland Bad Bramstedt und einmal für die SSG BooKuRiTra aus dem Kreis Segeberg. „Nur durch eine solche Zusammenarbeit haben wir überhaupt eine kleine Chance auf einen vorderen Platz“, erklärt sie die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit.

Der Schützenverein Malente schickt den Schüler Marco Schmidt ins Rennen, er hofft durch Sara Greve, Marco Falkenhagen und Werner Walter auf einen guten Platz im Armbrustwettbewerb. Für die Eutiner Sportschützen sind aus der Jugendklasse Johanna Wohnsdorf mit LG-Dreistellung und KK 3x20 sowie in der neuen Herrenklasse IV mit Luftpistole Ulrich Schütt dabei. Schütt schießt für den PSV Eutin als Landesmeister mit der Pistole auf 50 Meter. Vom Scharbeutzer Schützenverein freut sich der Junior Sven Samelin über seine Auftritte mit der Luftpistole und der Freien Pistole, ihn begleitet der Lupi-Schütze Yannik Voigts. Bei den Junioren B (17 bis 18 Jahre) wird der Schützenbund Glasau-Sarau Bastian Koch entsenden. Mit einem Mitglied sind auch die Sportschützen Nicolai Petersdorf dabei. Anastasia Ursula Stucky hatte in ihrer Altersklasse konkurrenzlos den Landestitel im Trapschießen bei den Damen III gewonnen. Ihr bleibt wie den übrigen Sportschützen jetzt noch gut ein Monat, um die Leistungen zu halten oder zu verbessern.

Wilhelm Boller
Pressewart

27.01.2020 21:07

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